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KONTAKT

Anja Ludwig
Hundephysiotherapeut
Pferdeosteopath
Tel: 02163 - 8997778
Mobil: 0176 - 84303496

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schematische Darstellung eines Bandscheibenvorfalls

Schematische Darstellung eines Bandscheiben-
vorfalls. Das Rückenmark (violett) tritt aus der Bandscheibe und komprimiert die Nerven

Bandscheibenvorfall/Dackellähme

Der Bandscheibenvorfall - auch als Dackellähme bekannt - ist im Grunde die gleiche Erkrankung wie beim Menschen, jedoch verläuft sie beim Hund sehr viel schwerwiegender.
Wie der geläufige Name Dackellähme vermuten lässt, tritt er besonders häufig bei Dackeln auf, jedoch sind auch andere Hunderassen die einen ähnlichen Körperbau aufweisen, betroffen. (Basset, Corgi, Cocker Spaniel, Pekinese)

Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern, dienen als "Stoßdämpfer" und ermöglichen der Wirbelsäule eine eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit. Jede Bandscheibe besteht aus einem Faserring und einem Gallertkern.

Es wird zwischen Protusion und Prolabs unterschieden:

Bandscheibenvorwölbung, Protusion, Diskushernie

Der Gallertkern der Bandscheibe verlagert sich. Der Faserring wölbt sich mehr oder weniger vor und übt Druck auf das Rückenmark und die ableitenden Nerven aus, bleibt aber intakt. Die Folgen sind Schmerzen und ein ataktischer Gang.

Vollständiger Bandscheibenvorfall, Prolabs

Durch Zerreißen des äußeren Faserrings tritt das Material des Gallertkerns teilweise oder vollständig aus und wird in den Wirbelkanal gedrückt. Dies kann langsam aber auch explosionsartig geschehen. Dadurch wird das Rückenmark sowie abgehende Nervenwurzeln gequetscht.

Beiden Vorgängen gemeinsam ist die vorausgegangene Degeneration der Bandscheibe, wodurch sie starrer und weniger beweglich wird. Dies kann rassetypisch bereits in jungen Jahren geschehen (Verkalkungen sind bereits im Alter von 1-2 Jahren im Röntgenbild zu sehen) oder sich als normaler Alterungsprozess (ab ca. 10 Jahre) abzeichnen.
Diese Veränderungen gehen unbemerkt vor sich. Ist die Bandscheibe erst mal vorgeschädigt, genügt oft ein kleiner Sprung oder ein Spiel mit anderen Hunden, um einen Vorfall auszulösen (Bagatelltrauma).

Symptome

Je nach Schweregrad und Lokalisation des Bandscheibenvorfalls sind unterschiedliche Symptome möglich:

  • Schmerzen (berührungsempfindlich, aufgekrümmter Rücken, Aufschreien beim hochheben, Verweigerung von Sprüngen, Treppen)
  • Koordinationsstörungen (ataktischer Gang, Nachschleifen der Zehen oder ganzen der Hintergliedmaße, unsicherer Stand)
  • Verlust der Gliedmaßenreflexe (z.B. Stellreflex)
  • Auffällig gestreckter Hals (eventuell mit reflektorischem Erbrechen)
  • Lähmung der Hinterbeine (bis zur Fischrobbenstellung)
  • Harn- oder Kotinkontinenz oder Harn- oder Kotverhaltung
  • Taubheitsgefühl (eventuell ausgeprägtes Lecken an diesen Stellen)
  • Störung des Tiefenschmerzes

Je weiter vorn die Bandscheibe vorgefallen ist, desto schwerwiegender und zahlreicher sind die Symptome, denn alle hinter dem Bandscheibenvorfall liegenden Nerven werden komprimiert.

Diagnose

Zur exakten Lokalisation und zur Bestimmung des Ausmaßes der Schädigung sind neben der neurologischen Untersuchung Röntgenaufnahmen sowie eine Myelographie (Kontrastmitteldarstellung des Rückenmarks) notwendig.
An der Stelle des Bandscheibenvorfalls kann sich das Kontrastmittel nicht ausbreiten, daher wird der dahinter liegende Teil auf dem Röntgenbild nicht sichtbar.

Therapie

Die Therapie ist abhängig vom Schweregrad der Symptome bzw. des Bandscheibenvorfalls.

Zeigt das Tier nur Schmerzen im Rücken ohne Lähmungen oder Störungen der Koordination oder des Ganges genügt oft eine konservative Therapie mit entzündungshemmenden- und schmerzstillenden Medikamenten.
Absolute Bewegungseinschränkung ist wichtig, besonders wenn der Hund sich durch das Schmerzmittel wieder vermehrt bewegen möchte.

Bei Verschlechterung der Symptomatik trotz konservativer Therapie, bei Lähmungen oder Koordinationsstörungen ist eine chirurgische Behandlung unbedingt erforderlich. Je schneller sie erfolgt, desto besser sind die Heilungsaussichten.

Die ursächliche Degeneration der Bandscheibe ist nicht therapierbar, sodass jederzeit ein weiterer Bandscheibenvorfall möglich sein kann.
Daher sollte der Hund möglichst keine Treppen laufen und auch Sprünge (z.B. aus dem Auto) sollten vermieden werden.

Physiotherapeutische Behandlung

Stehübung mit PhysiorolleEgal ob der Bandscheibenvorfall konservativ oder chirurgisch behandelt wurde - die Schmerzlinderung steht im Vordergrund einer physiotherapeutischen Behandlung.
Weiter sind anregende Massagen, Elektrotherapie, Geh- und Stehübungen sowie gezielte Reizsetzungen zur Bewusstmachung von Bewegungsabläufen, dem Wiedererlangen der Nervenfunktion sowie der Körperwahrnehmung nach einem Bandscheibenvorfall angezeigt.

Cauda Equina Kompressionssyndrom

Beim Cauda Equina Kompressionssyndrom handelt es sich um eine Sammelbezeichnung von degenerativen neurologischen Erkrankungen der Wirbelsäule?
Im Bereich des 5. + 6. Lendenwirbel endet das Rückenmark des Hundes. Die Rückenmarksnerven fächern sich in zahlreiche Nervenstränge auf. Aufgrund der Ähnlichkeit mit einem Pferdeschweif wird dieser Bereich daher als Cauda Equina bezeichnet.
Die Nervenstränge treten durch seitlich Öffnungen aus dem Wirbelkanal aus und innervieren die Rute, Teile der Muskulatur, die Hintergliedmaße, den Schließmuskel der Blase sowie den Enddarm.
Werden diese Nerven aufgrund degenerativer Erkrankungen der Wirbelsäule komprimiert führt dies zu Schmerzen, Lahmheiten und Schwäche der Hintergliedmaßen. Die Rute hängt meist gerade herunter (Lämmerschwanz). Auch Harn- und Kotinkontinenz sind möglich. Die Kompression kann auch die Nerven versorgenden Blutgefäße betreffen und die Nerven so zusätzlich schädigen.

Das Cauda Equina Kompressionssyndrom ist besonders häufig anzutreffen beim Deutschen Schäferhund, Riesenschnauzer, Husky, Dobermann, Rottweiler und Boxer.

Ursache

Besonders der Übergang vom letzten Lendenwirbel zum ersten Kreuzwirbel ist aufgrund der großen Beweglichkeit der Wirbelsäule ständiger Belastung ausgesetzt.
Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die zu einer Einengung des Wirbelkanals und damit zur Kompression der Cauda Equina führen:

  • Stenosen (knöcherne Verengungen) im Bereich des Spinalkanals durch Spondylose oder OCD des Kreuzbeins
  • Trauma
  • Tumore
  • Chronische Bandscheibenvorfälle
  • Fehlbildung- bzw. Ausbildung eines Übergangwirbels zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein (8. Lendenwirbel oder 4. Kreuzwirbel). Dieser Wirbel hat die anatomischen Eigenschaften beider Wirbelabschnitte, was zu einer Instabilität führt.
  • Übergewicht und übermäßige Belastung durch Sprünge (besonders im Hundesport) begünstigen Abnutzungserscheinungen
 

Symptome

Oft meiden die Hunde Sprünge (über Hindernisse, ins Auto springen, Treppen laufen),  bewegen sich insgesamt steif und weniger als früher. Da sich die Symptome langsam entwickeln, werden sie oft übersehen bzw. dem Alter des Tieres zugeschrieben.
Komfortverhalten, wie das Strecken der Hinterbeine, wird nur noch andeutungsweise gezeigt.
Mit der Zeit kann es zu leichten Lähmungen der Hinterhand kommen. Der Hund steht hinten etwas "tiefer" und kann beim Laufen die Hinterbeine nicht mehr genug anheben, wodurch sich die Krallen an der Vorderseite stärker abnutzen. Auf glatten Boden kann man das Schleifen der Krallen auch hören.
Aufgrund der verminderten Bewegung kommt es zum Abbau der Muskeln an den betroffenen Stellen.
Der Schwanz hängt gerade herunter (Lämmerschwanz).
In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Urin – und/oder Kotinkontinenz kommen.

Diagnostik

Für eine erfolgreiche Therapie des Cauda Equina Kompressionssyndrom müssen andere Erkrankungen, die ein ähnliches Symptombild aufweisen, zuvor ausgeschlossen werden. Hierzu gehören die Spondylose, die Coxarthrose, Infektionskrankheiten des Zentralen Nervensystems, sowie Prozesse, die zur Kompression des Rückenmarks führen (Frakturen, Tumore, Trauma mit Ödem oder Bluterguss).
Bei Harninkontinenz ist immer auch an eine Untersuchung des Urogenitalsystems zu denken, da eine Erkrankung der Blase auch gleichzeitig mit dem Cauda Equina Kompressionssyndrom auftreten kann.

Bei Druck auf den lumbosakralen Bereich gibt der Hund in den Hintergliedmaßen nach.
Die Manipulation und das Überstrecken der Hüftgelenke und der Rute sind schmerzhaft.
Die Reflexe der Hintergliedmaße sind manchmal abgeschwächt, oft aber noch vollständig auslösbar.
Die Propriozeption (das Bewusstsein darüber, wie die Gliedmaße im Raum steht) kann gestört sein: Der Hund korrigiert die auf den Pfotenrücken aufgestellte Pfote nicht.

Veränderungen der Bandscheiben und die Breite des Wirbelkanals lassen sich durch Röntgenuntersuchung nicht erkennen. Die Absicherung der Diagnose muss daher durch eine Myelographie (Kontrastmitteluntersuchung), Computertomographie (CT) oder durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) erfolgen.

Therapie

Die Therapie ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung bzw. den Beschwerden, die der Hund hat.
Bei einer reinen Schmerzsymptomatik werden Schmerzmittel und ggf. entzündungshemmende Medikamente verordnet.
Sprünge und Bewegungen, die die Wirbelsäule belasten, sind zu vermeiden.
Bei neurologischen Ausfällen sollte eine Operation in Betracht gezogen werden.
Die Prognose ist umso besser, je weniger schwer die Kompression ist und je kürzer sie bis zum Zeitpunkt der Operation bestand.

Dorsale Laminektomie

Bei der Dorsalen Laminektomie wird ein Teil des Wirbeldaches entfernt, um die Strukturen zu entfernen, die zur Kompression führen. Durch die Druckentlastung kann das Nervengewebe wieder heilen und die Funktionen kehren wieder zurück.
Durch fortschreitende degenerative Veränderungen oder zu starker Narbenbildung können sich jedoch nach einiger Zeit die gleichen Symptome wieder einstellen.

Lumbosakrale Laminektomie

Bei der partiellen Lumbosakralen Laminektomie, einer minimal invasiven Operationstechnik, werden die beteiligten Wirbel mehr geschont. Die Erfolgsquote ist deutlich höher und die Rekonvaleszenz kürzer.

Physiotherapeutische Behandlung

Eine physiotherapeutische Behandlung des Hundes ist sowohl bei konventioneller Therapie als auch nach einer Operation sinnvoll.
Durch die Schmerzen der Hintergliedmaßen belastet der Hund seine Vorderbeine vermehrt, was zu Fehlhaltungen, Verspannungen und weiteren Schmerzen führt. Durch Massage, Elektrotherapie und Wärmeanwendungen können Schmerzen der überlasteten Strukturen gelindert werden.
Elektrotherapie und aktive Übungen sowie schonendes Training im Unterwasserlaufband fördern den Muskelaufbau.
Bei einer neurologischen Behandlung werden durch gezielte Reizsetzungen physiologische Bewegungen wieder angebahnt.
Nach einer Operation kann durch Narbenbehandlung, Lymphdrainage und Laserbehandlung die Wundheilung beschleunigt und die Rekonvaleszenz verkürzt werden.

Prophylaxe

Das Risiko, am Cauda Equina Kompressionssyndrom zu erkranken ist bei Hunden, die einen Übergangswirbel haben bis zu 8 mal so hoch wie bei anderen Hunden. Auch der Beginn der Erkrankung liegt 2 Jahre unter dem Durchschnitt.
Bei der Osteochondrosis dissecans (OCD) des Kreuzbeins können sich kleine Knochenstücke des Wirbelknochens lösen und damit die Nervenfasern komprimieren.

Übergangswirbel und OCD lassen sich durch eine frühzeitige Röntgenuntersuchung erkennen, noch bevor der Hund durch Symptome auffällig wird.

Bei einem positiven Befund sollte man zum Wohle des Hundes auf solchen Hundesport verzichten, bei dem durch hohe Sprünge die Entwicklung des Cauda Equina Kompressionssyndrom begünstigt wird.
Prophylaktisch kann durch Physiotherapie die Muskulatur schonend aufgebaut werden.

Rückenmarkinfarkt

Beim Rückenmarkinfarkt löst sich faserknorpeliges Material der Bandscheiben, gelangt in die Blutgefäße, die das Rückenmark versorgen und verstopft das Blutgefäß. Durch die Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr, kommt es in diesem Bereich zum Zelluntergang.
Obwohl prinzipiell alle Rassen einen Rückenmarkinfarkt erleiden können, tritt er vermehrt bei älteren Hunden großer Rassen auf.

Symptome

Die Symptome sind abhängig von der Lokalisation des Rückenmarkinfarkts. Es besteht ein akuter oder perakuter Verlauf.
Oft bestehen einseitige Lähmungen ohne Schmerzen, aber auch die Lähmung beider Hinterbeine oder sogar die vollständige Lähmung aller 4 Gliedmaßen ist möglich.

Diagnose

Eine gesicherte Diagnose erfolgt durch ein MRT (Magnetresonanztomografie). Ist kein MRT möglich, wird die Diagnose durch Ausschlussverfahren gesichert.

Dabei kommen folgende Differentialdiagnosen in Frage

  • Bandscheibenvorfall
  • Spondylose
  • Tumor des Rückenmarks
  • Wobbler-Syndrom
  • Degenerative Myelopathie
  • Cauda equina Kompressionssyndrom
  • Atlanto-Axiale Subluxation
  • Trauma des Rückenmarks
  • Meningitis-Arteritis

Therapie

Die Prognose ist abhängig von der Lokalisation des Rückenmarkinfarks sowie vom Grad der Ausfallerscheinung.
Mit entzündungshemmenden Medikamenten sowie mit Glucocorticoiden wird versucht, den Zustand zu verbessern.

Physiotherapie

Solange noch eine Schmerzwahrnehmung besteht, sollte eine physiotherapeutische Behandlung versucht werden.
Durch propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF), reflexinduziertes Training sowie IFR (Interferenzstromregulationstherapie) sollen die Nervenfunktionen verbessert bzw. wiedererlangt werden.

Wobbler Syndrom

Beim Wobbler Syndrom kommt es durch Kompression im Halsbereich zu einer Schädigung im Bereich des Rückenmarks bzw. der Rückenmarksnerven.

Es gibt verschiedene Ursachen, darunter angeborene Fehlbildungen eines Wirbelkörper oder Wirbelbogen, Fehlstellung der Wirbelkörper, aber auch Neoplasien (Neubildung von Körpergewebe), Abzesse oder Osteochondrosen (Veränderungen des Bandscheibenknorpels).

Betroffen sind vor allem größere, männliche Hunde; Beim Dobermann und bei deutschen Doggen soll es aber auch eine Rassedisposition geben.

Symptome

Durch die Schädigung des Rückenmarks kommt es zu zahlreichen neurologischen Ausfällen, die an den Hintergliedmaßen beginnen und später auch die Vordergliedmaßen betreffen.
Anfangs fallen leichte Gangstörungen (Ataxien) auf. Die Hunde wackeln (engl. to wobble), und stehen oft breitbeinig, um ihr Gleichgewicht zu halten.
Das Beugen und Strecken des Halses ist schmerzhaft.
Die Krallen werden nachgeschliffen.
Im weiteren Verlauf haben die Hunde Schwierigkeiten beim Aufstehen und Kreislaufen und können später die typische Körperhaltung zum Kot- und/oder Urinabsatz nicht mehr einnehmen.
Teilweise werden die Beine beim Gehen überkreuzt, da der Hund sie nicht mehr koordinieren kann.

Diagnose

  • Neurologischer Untersuchungsgang
  • Myelographie (Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel): hierdurch lassen sich Verengungen des Wirbelkanals nachweisen.
  • Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT)

Therapie

Eine Operation (Dekompression und/oder Stabilisierung der betroffenen Wirbelsegmente) ist möglich aber auch risikoreich und bedingt eine exakte Diagnose.
Bei milden Formen und stabilen Verläufen ohne deutliche Verschlechterung wird daher häufig eine konservative Therapie mit nicht steroidalen Antiphogistika und Leinenzwang versucht.

Physiotherapeutische Behandlung

Im Vordergrund der Physiotherapie steht die Schmerzlinderung durch detonsierende Massage und Muskeldehnung.
Gezielte Reizsetzungen und anregende Massagen im Gliedmaßenbereich sind zur Verbesserung der Nervenfunktion angezeigt.

Degenerative Myelopathie

Bei der Degenerative Myelopathie handelt es sich um eine langsam verlaufende schmerzlose Erkrankung, bei der das Myelin im Brust- und Lendenteil des Rückenmarks allmählich zerstört wird (Myelin dient der Isolierung und Erregungsweiterleitung an den Nervenzellen).
Die Krankheit wird in die Degenerative Myelopathie älterer Hunde sowie in die Degenerative Myelopathie der Junghunde unterschieden.

Degenerative Myelopathie älterer Hunde

Die Erkrankung tritt ab dem 5. Lebensjahr auf. Betroffen sind vor allem große Rassen und besonders der Deutsche Schäferhund.

Ursache

Es wird eine Mutation des SOD1-Gens angenommen.

Symptome

Der Hund hat Probleme mit der Koordination der Hinterhand. Anfänglich zieht er die Hinterfüße beim Gehen nach, sodass sich die Zehennägel stärker abnutzen. Später werden die Beine immer schwäche und es kann zu einer vollständigen Lähmung der Hintergliedmaßen sowie zu Kot- und Harninkontinenz kommen.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt anhand der klinischen Symptome nach dem Ausschlussverfahren.

Therapie

Mittels Physiotherapie kann versucht werden den Muskelschwund aufzuhalten und das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Eine Heilung oder sogar völlige Stagnation der Krankheit ist jedoch nicht möglich.

Degenerative Myelopathie der Junghunde

Die Degenerative Myelopathie der Junghunde ist im Gegensatz zur Degenerativen Myelopathie älterer Hunde sehr selten.
Sie ist nicht therapierbar und hat eine schlechte Prognose.